Skoliosetherapie

Was ist eigentlich eine Skoliose?

Bei der Skoliose handelt es sich um eine dreidimensionale Verschiebung der Wirbelsäule. Dabei kommt es bei einer Ansicht von hinten zur einer seitlichen Krümmung und einer Verdrehung der Wirbelsäule. Die meisten Skoliosen sind idiopathisch, das heißt die tatsächliche Ursache ist unbekannt. Dabei sind Mädchen viermal häufiger davon betroffen als Jungen. Außerdem kommt es zur familiären Häufung.

Wie erkenne ich bei mir oder meinem Kind eine Skoliose?

Typische Anzeichen sind zum Beispiel ein Schultertiefstand, die Abflachung der Taille auf einer Seite, eventuell eine hochgezogene Hüfte, bzw. die Entstehung eines Rippenbuckels in der Brustwirbelsäule und/oder ein Lendenwulst beim nach vorne und unten beugen. Außerdem kann durch die Verdrehung eine Seite der Brust größer als die andere wirken.

Welche Behandlungsformen gibt es bei der Skoliose?

Es gibt derzeit mehrere Behandlungsmodelle in der Physiotherapie, wobei die Skoliosebehandlung nach Schroth derzeit die einzige auf Wirksamkeit überprüfte, aktive Behandlungsform ist. Bei der Schroth Therapie wird die Skoliose in Krümmungen bzw. Körperblöcke eingeteilt.
Durch gezielte Kräftigungs- und Dehnungsübungen kombiniert mit spezifischem Atemtraining versucht man, die verschiedenen Körperabschnitte wieder in eine möglichst physiologische Form zu bringen und dadurch die Krümmungszunahme der Wirbelsäule bewusst zu verlangsamen bzw. im idealen Fall langfristig zu verbessern.

Skoliosen mit einem Winkel bis 20–25° werden physiotherapeutisch behandelt. Ab einem Cobb-Winkel von über 20–25° Grad wird zusätzlich ein Korsett verordnet. Bei sehr stark ausgeprägten Skoliosen (Cobb-Winkel über 45°) kann es zu erheblichen Einschränkungen der Organe (z.B. verminderte Lungenkapazität) kommen. Derartige Krümmungen müssen eventuell operativ korrigiert werden.
Durch diese unterschiedlichen Verlaufsformen und Krümmungszustände ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Arzt, Orthopädietechniker, Physiotherapeut, aber auch die Mitarbeit des/der PatientIn sehr wichtig.

Skoliosetherapie bei Kindern und Jugendlichen

Wird eine Skoliose schon in jungen Jahren festgestellt, dann ist die Verlaufskontrolle enorm wichtig, da sich bei Wachstumsschüben der Krümmungswinkel drastisch verschlechtern kann. Falls es zur einer Versorgung mit einem Korsett kommt, werden diese bis zu 23 Stunden am Tag getragen. Ziel bei der Korsettversorgung ist hierbei eine optimale Aufrichtung der Wirbelsäule, da diese sich noch im Wachstum befindet und dabei noch „formbar“ ist.

Skoliosetherapie bei Erwachsenen

Die Skoliosebehandlung bzw. Korsettversorgung bei Erwachsen hat etwas andere Ziele: Vor allem die  Verhinderung der Krümmungszunahme, bzw. die im Alter auftretenden Folgeerscheinungen wie zum Beispiel Schmerzen, Belastung der Lunge und der Bauchorgane stehen hier im Fokus.

Unser Behandlungsansatz

Zusätzlich zur Schroth-Therapie werden bei Bedarf manuelle Techniken zur Behandlung der Wirbelsäule und Rippengelenke, aber auch viszerale Techniken (Behandlung des Bindegewebes der Organe) aus der Osteopathie eingesetzt.

Die Skoliose wird außerdem genau dokumentiert (Fotos der Körperstatik in verschiedenen Ausgangsstellungen, Fotos zur Erfolgskontrolle während der Übungen). Da Skoliosen sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können, bekommt jede/r PatientIn eine individuell angefertigte Übungsmappe, mit hilfreichen Beschreibungen über die Form der Wirbelsäule, Übungen usw. mit.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten mit der Schroth-Therapie

  • Skoliotische Fehlhaltungen (Cobb Winkel bis 10°)
  • Rundrücken bzw. Morbus Scheuermann (jugendliche Verknöcherungsstörung der Wirbelsäule)
  • Flachrücken
  • Trichterbrust

Folgender Therapeut bietet die Skoliostherapie nach Schroth an:


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